In reichlich beleuchteter Maskerade

Das Landestheater Niederbayern feierte mit seinem Theaterspielfilm „Die Ehe des Herrn Bolwieser“ Weltpremiere im Bamberger Odeon Kino. Der Film zeigt den Niedergang einer Ehe: die anfänglichen Freuden und die Leidenschaft, dann das schleichende Misstrauen und die Hoffnung auf Besserung, schließlich den Betrug und die Katastrophe. Xaver Bolwieser stellt das Schicksal auf die Probe, sagt vor Gericht für seine Frau Hanni falsch aus und muss dafür ins Gefängnis. Große Emotionen? Weit gefehlt, denn am Ende ist er völlig ausgebrannt.

Unsere Autorin Ursula Daehne hat sich vom Film inspirieren lassen, eine Collage erstellt und ein kurzes Gedicht verfasst.

 

Von Ursula Daehne

In reichlich beleuchteter Maskerade
taumeln wir geradewegs
zu Träumen alt wie Sehnsucht selbst
Ebene auf Ebene
Haut auf Haut
auf Haut
und kommen nicht los
von kunstvoller Kulisse

Meine Mutter (und Schiller) hat früher immer gesagt:
„Drum prüfe, wer sich ewig bindet,
…ob sich nicht was Besseres findet!“



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